Projekt Beschreibung

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Vermeer, die Malkunst

Wien 2010


Client: Kunsthistorisches Museum

Die Ausstellung widmet sich intensiv einem einzigen Bild: Die „Malkunst“ diente Vermeer in seinem Atelier als Schaustück für potentielle Käufer und gilt als sein in Malerei gefasstes künstlerisches Vermächtnis. Das großformatige Hauptwerk entstand wahrscheinlich auf eigene Initiative und nicht in fremdem Auftrag. Es hat zu Lebzeiten des Malers wohl niemals dessen Atelier verlassen. Selbst nach Vermeers Tod setzte seine Witwe trotz finanzieller Schwierigkeiten alles daran, das Bild nicht verkaufen zu müssen. Das Gemälde wurde nun erstmals in diesem Ausmaß technologisch und konservatorisch untersucht. Einer kriminologischen Spurensuche gleich fragt die Ausstellung nach der Verwendung bestimmter Farbpigmente und Bindemittel, vor allem aber wird Vermeers Arbeitsweise nachgegangen. In diesem Kontext wird auch die Debatte aufgegriffen, inwieweit er Hilfsmittel wie perspektivische Konstruktionszeichnungen und/oder optische Geräte (z. B. eine Camera obscura) verwendet haben könnte. Gezeigt werden unter anderem das Original der im Gemälde wiedergegebenen Landkarte der 17 Provinzen von Claes Jansz. Visscher, ein Kronleuchter mit Doppeladler, eine prachtvolle Tapisserie sowie die exakte Rekonstruktion jenes Gewandtyps, den auch der Maler im Bild trägt: einen „Schlitzwams“ aus schwarzer Seide. Anhand all dieser Requisiten wird den zahlreichen Bedeutungsebenen des Bildes nachgespürt. Leihgaben aus europäischen sowie amerikanischen Museen und Privatsammlungen zeichnen ebenso wie historische Dokumente aus Archiven der Niederlande ein spannendes Panorama zu Vermeers Meisterwerk.

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