Projekt Beschreibung

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Dschingis Khan

Schallaburg 2006


Client: Kunsthistorisches Museum I Schallaburg

Die Schallaburg-Ausstellung 2006 widmet sich Dschingis Khan und seinem Wirken sowie der Entwicklung und Kultur seines Landes. Anlässlich des 800-jährigen Gründungsjubiläums der Mongolei wird das mongolische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht vorgestellt. Gleichzeitig werden die vorangegangenen Traditionen und die Nachwirkungen der Mongolenherrschaft bis in die heutige Zeit beschrieben.

Das Imperium des Dschingis Khan und seiner Nachfolger stand in einer langen Tradition nomadischer Staatsgründungen im eurasischen Steppengürtel. In seiner Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert erstreckte es sich vom Pazifischen Ozean bis nach Mitteleuropa. Für die Aufrechterhaltung der Macht des größten Reiches der Geschichte waren nicht nur erfolgreiche Eroberungen verantwortlich. Die Mongolen verstanden es auch, mit wirksamen Verwaltungsstrukturen, Förderung des Handels, einem modernen Pass- und Kurierwesen sowie einer weit reichenden religiösen und kulturellen Toleranz, ihre riesigen Gebiete unter Kontrolle zu halten. Diese Maßnahmen begründeten die bis ins 16. Jahrhundert andauernde „Pax Mongolica“. Die Ausstellungsabschnitte – mit mehr als 550 Kunstwerken aus den bedeutendsten Museen der Mongolei und aus berühmten Sammlungen Ostasiens sowie Europas – gehen u.a. auf die verschiedenen Reiche der Mongolen, deren Kriegskunst und auf die damalige Hauptstadt Karakorum ein. Den Schluss bildet ein Blick auf die abwechslungsreiche Geschichte des Landes im 20. Jahrhundert.

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