Projekt Beschreibung

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Eine Zeit zum Bauen

Wien 2005


Client: Jüdisches Museum

Die Ausstellung geht der Frage nach, ob Architektur jüdischer Identität Form verleihen kann. Sie zeigt einen internationalen Überblick über Architekturprojekte für jüdische Einrichtungen am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts, darunter weltweit Aufsehen erregende Entwürfe und Bauten von Architekten wie Frank O. Gehry, Moshe Safdie, Mario Botta, Daniel Libeskind und Adolf Krischanitz. Im Blickpunkt der Ausstellung stehen Museen, Synagogen, Gemeinde-zentren und Schulen in Europa, Israel und den USA. Modelle, Skizzen und Fotografien führen die Besucherinnen und Besucher auf die Spuren jüdischer Identität in der zeitgenössischen Architektur. Ein besonderer Schwerpunkt ist den Bauten gewidmet, die in den letzten Jahren in Wien entstanden sind: dem Umbau des Jüdischen Museums und dem Museum auf dem Judenplatz. Außerdem präsentiert das Jüdische Museum Zeichnungen, Fotos und Texte von SchülerInnen der Wiener Lauder Chabad Schule, die von Adolf Krischanitz geplant wurde, anhand derer das breite Spektrum an Wahrnehmungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Architektur deutlich wird: Schulfeste, Lieblingsplätze und die Auseinandersetzung mit dem Gebäude selbst sind die Themen dieser Arbeiten.

Die chronologische Übersicht der bedeutendsten historischen Bauten – vom Tempel in Jerusalem bis zum Washingtoner Holocaust Museum – verdeutlicht, aus welchen Quellen sich Architekten heute inspirieren lassen. Bauen für jüdische Institutionen bedeutet auch ein Bauen an der jüdischen Identität. Die Gründe dafür liegen in der jüdischen Kultur und Religion ebenso wie in den Brüchen der jüdischen Geschichte. Die Spannung zwischen den Polen fortdauernden oder wiedererwachenden jüdischen Lebens und der stets präsenten Erinnerung an die Auslöschung jüdischer Kultur und jüdischen Lebens durch den Holocaust spiegelt sich in der Architektur wider.

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